Forschung im Bereich Internationale Politik

Der Arbeitsbereich Internationale Politik hat zwei wesentliche Forschungsschwerpunkte. Der erste Schwerpunkt umfasst die Erforschung US-amerikanischer, europäischer und deutscher Außen- und Sicherheitspolitik sowie die transatlantischen Beziehungen (FS I). Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Erforschung internationaler Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung Lateinamerikas (FS II).

Die Mitarbeiter folgen einer problemorientierten und theoriegeleiteten Forschung und fühlen sich einem Theorie- und Methodenpluralismus verpflichtet. Hierbei werden rationalistische und konstruktivistische Forschungsansätze ebenso verfolgt, wie quantitative, qualitative und interpretative Methoden.

 

Projekte im Forschungsschwerpunkt 1: Außen- und Sicherheitspolitik, Transatlantische Beziehungen

Gegenwärtig werden folgende Projekte im Forschungsschwerpunkt I bearbeitet:

Das Dissertationsvorhaben von Axel Heck nimmt den Niedergang der amerikanischen Hegemonie zum Ausgangspunkt, um zu zeigen, wie sich die Erosion amerikanischer Vormacht in den transatlantischen Beziehungen auswirkt und insbesondere in den Debatte über die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der EU und der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) niederschlägt.

Ein zweites Projekt beschäftigt sich mit der Frage nach den visuellen Rechtfertigungen militärischer Gewaltanwendung in der internationalen Politik. Am Beispiel der ESVP-Missionen in Afrika wird gezeigt, wie visuelle Rechtfertigungsnarrative entwickelt werden und militärische Gewalteinsätze diskursiv ermöglichen. (Axel Heck kooperiert mit Gabi Schlag, Goethe Universität Frankfurt/Exzellenzcluster zur Herausbildung normativer Ordnungen)

 

Projekte im Forschungsschwerpunkt 2: Internationale Entwicklung

Gegenwärtig gibt es folgende Forschungsprojekte im Forschungsschwerpunkt II:

1. Die Linke in Lateinamerika: Möglichkeiten und Grenzen nationalstaatlicher Governance in Zeiten der Globalisierung. In diesem Projekt geht es um Spielräume und Performanz linker Regierungen in Lateinamerika, die innenpolitisch nach einem größeren Maß an sozialer Gerechtigkeit, außenpolitisch neue Initiativen regionaler Süd-Süd-Kooperation anstreben. Dieses Projekt wird von der Universität Mainz gefördert (Wolfgang Muno).

2. Rechtsstaat, informelle Institutionen und Entwicklung in Lateinamerika. Das Projekt untersucht das Verhältnis von informellen Institutionen wie Korruption und Klientelismus, Rechtsstaatlichkeit und Entwicklung in Lateinamerika (Wolfgang Muno kooperiert mit Hans-Joachim Lauth, Universität Würzburg, in einem DFG-Projekt zu Rechtsstaatlichkeit und informellen Institutionen in Lateinamerika und Osteuropa).

 

 

 

 

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