Abkommen über die Einrichtung eines trinationalen Master-Studiengangs „European Studies“ unterzeichnet!


Politikwissenschaftler der JGU richten mit Partnern in Dijon und Oppeln ersten genuin trinationalen Masterstudiengang der JGU ein.

Der Präsident der JGU hat das Rahmenabkommen über die Einrichtung eines trinationalen Masterstudiengangs in European Studies (kurz: „Europa-Master“) unterzeichnet. Der Europa-Master, der zum WS 2011/12 erstmals angeboten wird, entsteht in Kooperation mit der Université de Bourgogne, Dijon, und der Uniwersytet Opolski.
Es handelt sich um den ersten genuin trinationalen Studiengang der JGU: Alle Teilnehmer studieren gemeinsam das erste Semester in Oppeln, das zweite Semester in Mainz und das dritte Semester in Dijon; nur das vierte Semester, in dem Praktika, Master-Arbeit und Abschlussprüfung anstehen, absolvieren die Teilnehmer getrennt an ihrer jeweiligen Heimatuniversität. Nach erfolgreichem Studienabschluss erhalten die Absolventen nationale Master-Diplome aller drei Partnerhochschulen.
Der Studiengang bietet nicht nur inhaltlich eine Spezialisierung auf Fragen von Kultur und Gesellschaft (Oppeln), Politik (Mainz) und Recht (Dijon) in Europa, sondern impliziert für die jährlich 5-10 Teilnehmer aus jeder der drei Partnerhochschulen durch das gemeinsame Studieren in drei verschiedenen europäischen Ländern auch intensive lebensweltliche „europäische“ Erfahrungen. Hinzu kommt der Erwerb bzw. die praktische Einübung von Sprachkenntnissen in drei europäischen Fremdsprachen: Von den drei Partnersprachen Deutsch, Französisch und Polnisch müssen in den ersten drei Studiensemestern von allen Teilnehmern Sprachkurse in den beiden Sprachen belegt werden, die jeweils nicht die eigene Muttersprache sind. Und da die Lehrsprache in Oppeln Englisch und in Dijon Französisch ist, müssen Teilnehmer zudem vor Aufnahme des Studiums Englischkenntnisse und spätestens zum dritten Semester Französischkenntnisse mindestens auf Niveau B2 nachweisen.
Der Studiengang richtet sich vor Allem an Absolventen eines BA in Sozial- oder Rechtswissenschaften, die einen EU-orientierten Berufsweg planen und über gute einschlägige Sprachkenntnisse verfügen (z. B. Absolventen des Polonicum oder Personen, die in zwei der Partnersprachen bilingual sind).
Die Einrichtung des Europa-Master wird von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) gefördert. Die Unterstützung durch die DFH umfasst Mittel für die trinationale Organisation und das nötige Zusatzangebot von Sprachkursen, erleichtert aber vor Allem den Teilnehmern des Europa-Master die innereuropäische Beweglichkeit durch die Gewährung nennenswerter Mobilitätsbeihilfen.
Das Institut für Politikwissenschaft, das mit diesem Studiengang Neuland an der JGU betritt, unternimmt erhebliche Anstrengungen, um die Einrichtung des Europa-Master zu ermöglichen. So wird das Mainzer Studienprogramm in deutscher und in englischer Sprache angeboten, da nicht von allen Teilnehmern hinreichende Deutschkenntnisse erwartet werden können.
Für weitere Informationen stehen Dr. Wolfgang Muno (muno@politik.uni-mainz.de) als mit der Organisation federführend beauftragter Mitarbeiter sowie die Mainzer Programmbeauftragte des Europa-Master, Prof. Dr. Ruth Zimmerling (zimmerling@politik.uni-mainz.de), gerne zur Verfügung.

Kontakt: muno@politik.uni-mainz.de
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