Studienstelle Israel

The World facing Israel – Israel facing the World

Das Buch zum Kongress "The World facing Israel - Israel facing the World" ist nun veröffentlicht.

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Gastprofessur: Prof. Dr. David Menashri (Universität Tel Aviv)

Prof. MenashriProf. Dr. David Menashri (Universität Tel Aviv,
Director of the Center for Iranian Studies at Tel Aviv University,
Incumbent of the Parviz and Pouran Nazarian Chair for Modern Iranian Studies) konnte für das Sommersemester 2011 als Gastprofessor am Institut für Politikwissenschaft, Studienstelle Israel, gewonnen werden. Er wird verschiedene Veranstaltungen über die Rolle Irans als Machtfaktor im Nahen und Mittleren Osten halten.

Prof. Dr. Menashri gilt als einer der führenden Politikwissenschaftler auf dem Gebiet der Internationalen Beziehungen des Nahen und Mittleren Ostens. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessuren an renommierten Universitäten haben dazu beigetragen, dass er zu einem weltweit anerkannten und gefragten Iran-Experten wurde. Der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Forschung liegt vor allem auf den Beziehungsgeflechten zwischen Iran und den Ländern des Nahen Ostens sowie der Golfregion. Der Iran und sein Verhältnis zum Westen, die Wirkungszusammenhänge zwischen Politik und Religion, aber auch Teherans umstrittenes Atomprogramm und dessen Implikationen – insbesondere mit Blick auf Israel –, stehen daher im Mittelpunkt von David Menashris Gastprofessur in Mainz.

Die Rolle Irans als Machtfaktor im Nahen und Mittleren Osten, seine atomaren Ambitionen, das Verhältnis der westlichen Staaten zu Iran und die langfristig wirkende ‚islamische Revolution‘ von 1979 nach Innen und Außen sind höchst aktuelle Themen, besonders in Zeiten sich abzeichnender Umbrüche in der arabischen Welt.

Er bietet an:

  • Öffentliche Vortragsreihe zum Thema:
    Iran, Israel and the Middle East: The Islamic Revolution in Action
    Beginn: Mo., 02.05.2011, 18.15-19.45 Uhr, Philosophicum, P 2
    Zu dieser öffentlichen Vortragsreihe sind Studierende aller Fachbereiche sowie alle interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.
  • Vorlesung für alle Studierenden:
    Iran: Between Islam and the West
    Beginn: Di., 26.04.2011, 14.15-15.45 Uhr, Forum 7, HS 16
  • Seminar für Studierende (Hauptstudium oder im Aufbaumodul für BA):
    Religion and Politics in the Middle East: The Iranian Factor
    Beginn: Mi., 20.04.2011, 10.15-11.45 Uhr
    Die Anmeldung zu Prof. Menashris Veranstaltung erfolgt regulär über Jogustine unter https://jogustine.uni-mainz.de
Lehrveranstaltungen WiSe 2011/2012
Sem (B. A.): Gesellschaft und Politik Israels und die Veränderungen in der arabischen Welt

Di 16.15-17.45 Uhr
SB II, R 05-132

 

Sem (B. A./M. Ed.): Deutsche Außenpolitik und der Nahe Osten - Interessenpolitik und Israels Existenz
Do 16.15-17.45 Uhr
BKM (Bausparkasse Mainz), SR 05

 

Sem (B. A.) Antisemitismus, Antizionismus, "Israelkritik" - Zusammenhänge
Do 18.15-19.45 Uhr
SB II, R 03-144

 

Üb: Modernes Hebräisch III
Mi 16.15-17.45 Uhr
SB II, R 03-144


Arbeitsgemeinschaft Israel
Mi 18.15-19.45 Uhr
SB II, R 03-144

 

Die Anmeldung zu den Veranstaltungen erfolgt wie gewohnt über Jogustine unter https://jogustine.uni-mainz.de. Eine Anmeldung für die Teilnahme an der AG muss nicht erfolgen.

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Zur Studienstelle Israel:


Der Leiter der Studienstelle Israel ist Alfred Wittstock.

Profil

In der öffentlichen Wahrnehmung dominiert der Nahostkonflikt aufgrund seiner Dauer und Intensität. Überlagert wird damit die komplexe Vorgeschichte und Entstehung des Staates Israel, die Zusammensetzung seiner Gesellschaft, deren Selbstverständnisse, sowie die geopolitische Lage im Nahen Osten, ebenso wie die historisch bedingte Verschränkung Israels mit Deutschland und Europa.

Lehrangebote beinhalten daher die Themenfelder:

  1. Struktur des Nahostkonfliktes
    1. Vorgeschichte dieses Konfliktes, inkl. Zionismus, dessen Bandbreite an Selbstverständnissen und dessen Wirkungsgeschichte (→ Seminar, 2 SWS)
    2. Entstehung des Staates Israel und ihre Folgen (→ Seminar, 2 SWS)
    3. Konfliktfelder mit den arabischen Anrainerstaaten, sowie der israelisch-palästinensische Konflikt (→ Seminar, 2 SWS)
  2. Innerstaatliche Entwicklung Israels und seiner Gesellschaft
    1. Parteienlandschaft (→ Seminar, 2 SWS)
    2. Selbstverständnis(se) des Staates Israel (→ Seminar, 2 SWS)
    3. Verhältnis von Religion und Staat, sowie Fragen nach einer Verfassung (→ Seminar, 2 SWS)
    4. Das politische System des Staates Israel Vergleich mit anderen politischen Systemen (→ Seminar, 2 SWS)
    5. Innerisraelische Transformationsprozesse (→ Seminar, 2 SWS)
  3. Deutsch-israelische, sowie israelisch-deutsche Beziehungen, deren Vorgeschichte, Entwicklung und Veränderungen bis heute (→ Seminar, 2 SWS)
  4. Antisemitismus (→ Seminar, 2 SWS)
  5. Modernes Hebräisch (→ Sprachkurse I-IV, 2 SWS)

 

In diesen konkreten Anwendungsbereichen und Lehrveranstaltungen werden den Studierenden z.B. mit Ansätzen aus der Konflikt- und Parteienforschung, mit Diskursen zu Demokratiemodellen, zum politischen System und Vergleich zu internationalen Beziehungen Erkenntniszusammenhänge und Verbindungslinien deutlich.

Die Vernetzung mit anderen Lehr- und Ausbildungsangeboten am Institut in dem vielfältigen Bereich der Politikwissenschaft kommt dabei zum Tragen. Weitere Fragestellungen und Forschungsfelder für die Studierenden eröffnen sich hinsichtlich der Abschlussarbeiten, sowie möglicher Perspektiven für Berufsfelder nach einem Studienabschluss.

Beitrag für das Lehrprogramm der neuen Studiengänge:
Zuordnung zum B.A.-Modul "Bereichsübergreifende Vertiefung" für die Bereiche Politische Theorie, Analyse und Vergleich politischer Systeme, Internationale Politik und Wirtschaft und Gesellschaft möglich, ebenso zum Modul "Berufsfeldorientierte Qualifikationen" und zu Modulen des B. Ed. Sozialkunde.

Lernzielebenen und Kernkompetenzen:
Grundkenntnisse zu den Sachgebieten 1 bis 4 erwerben; Fragestellungen, Forschungsergebnisse und Diskurse analysieren und auf die verschiedenen Themenfelder anwenden können; Konfliktmuster im Kontext des Nahostkonfliktes und der darin involvierten Parteien erkennen und sie argumentativ verorten;  Theorien auf die politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Strukturmerkmale Israels anwenden; Analyse und Vergleich der politischen Systeme Israels und Deutschlands exemplarisch erarbeiten; Bereichsübergreifende Sachzusammenhänge erarbeiten und darstellen; eigene Forschungsfragen entwickeln, sie selbständig  anwenden und verschriftlichen;

Kontakte zu verschiedenen Instituten an Universitäten in Israel (u.a. auch zur Partneruniversität Haifa) und außeruniversitären Einrichtungen fördern einen regen Austausch mit internationaler Ausrichtung (siehe die Arbeitsgemeinschaft Israel - dort unter  Bisherige Veranstaltungen).

Ergänzungsangebote im Bereich der Arbeitsgemeinschaft Israel bieten Studierenden noch dazu Möglichkeiten auf der pragmatischen Ebene für ihre späteren Berufsfelder aktiv zu werden.

Forschungsgebiete: Politisches System Israels, Verhältnis Religion und Staat in Israel, Rolle von Religion im Nahostkonflikt.

 

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